Wappen der Gemeinde Affinghausen

 

Herkunft und Bedeutung

 

Hans Ehlich

 

 

Beschreibung :

 

Das Wappen zeigt im geteilten Schild im oberen Teil in Gold einen Bickbeerzweig mit blauen Beeren. Unten in Gold und Schwarz geständert das sogenannte verschobene Kreuz ( Burgunderkreuz ) der Grafschaft Bruchhausen .

Entwurf : Ehlich , Neustadt

Zeichnung : Kaemling , Wunstorf

 

 

Begründung :

 

A : Allgemeines

 

Die Gemeinde Affinghausen bildet zusammen mit den Ortsteilen Dörrieloh , Eitzen und Hagen sowie der Gemeinde Sudwalde mit den Ortsteilen Bensen den Nordteil der Samtgemeinde Schwaförden ,

Landkreis Diepholz . Affinghausen und Sudwalde haben früher zur Grafschaft bzw. zum Amt Bruchhausen gehört . Hierauf deutet das ’’verschobene Kreuz’’ hin . Auf die starken Bindungen zu Bremen weist der Zweig mit den Beeren hin : Die Einwohner pflegten alle möglichen landwirtschaftlichen Erzeugnisse in der Hansestadt zu verkaufen und wurden daher scherzhafterweise ( insbesondere wegen der Veräußerung von Heidelbeere ) als ’’Bickbeerburen’’ bezeichnet .

 

B : Geschichtliche Grundlagen

 

Affinghausen wird im Laufe des 12.Jahrhunderts dreimal in Rasteder Urkunden genannt ( 1124,1169 und 1190 ).Die anderen Ortsteile werden durchweg zwischen 1250 und 1350

zuerst erwähnt ,

Wiefhausen z.B. 1290 .

Die Grafschaft Bruchhausen war einst ein Bremer Lehen an die ältere Linie Bruchhausen , die bereits 1220 ausstarb und von dem Oldenburg – Bruchhäuser Zweig abgelöst wurde .

Die Grafen teilten ihr Gebiet in Alt-und Neubruchhausen auf . Schon um 1350 ging es durch Kauf an die Grafen von Hoya über , die sich seither’’von Hoya und Bruchhausen’’nannten. In ihr Wappen und Siegel

Übernahmen sie auch das’’verschobene Kreuz’’der Oldenburg-Bruchhäuser .

Affinghausen hat zunächst zur Grafschaft , später zum Amt Bruchhausen gehört .

Bis vor etwa 100 Jahren waren die größeren Höfe des Dorfes der Markgenossenschaft des Oberwaldes

( Holzgericht Sudwalde ) angeschlossen . Die Schenkung dieses’’Stioringewolds’’ ( Stuhrwaldes ) an das Bistum Minden erfolgte durch die Urkunde Otto der 3. im Jahre 991 .

Die Abtretung an Bremen unter Heinrich des 3’ten war vermutlich eine Folge der ca. 1050 vorgenommenen Volkweg – Fälschung :Da das Gebiet nördlich des Volkweges lag , übertrug der Kaiser den Wald mitsamt allen Forstrechten auf die Bremer .

Schon früh werden die Beziehungen des Gebietes in der Liste der Beiträge zur Bremer Brücke ( um 1250 )

Deutlich gemacht . Aus dem Nachbardorf Sudwalde und Klaholz hatte jeder Mann einen Geldbetrag ,

jeder 4 eine Bohle für den Brückebelag zu liefern .

Von den erheblichen Handelsbeziehungen zwischen der Grafschaft / dem Amt Bruchhausen ist in besonderem Maße die Rede in den Amtsbeschreibungen von 1667 und 1747 sowie bei Manecke ( 1798 ) .

Der Warenaustausch nach der Hansestadt vollzog sich auf der’’Heerstraße’’Nienburg – Bremen ,

zum Teil auch auf der von Minden und Osnabrück her verlaufenden . Die Berichte des 18.Jahrhunderts zeigen , dass vor allem Vieh , Butter , Wolle und Leinen in größeren Mengen nach Bremen gefahren wurden . Dagegen erwarben die Landleute Kramwaren , Salz , Heringe , Metellgegenstände und Baumwolltuch . Hieraus ergibt sich , daß insbesondere der Kleinhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnisse – gewöhnlich mit Pferd und Wagen , aber auch mit Fahrrädern nach Bremen geleitet – eine alte Tradition besitzt . Teile der Bevölkerung von Affinghausen haben diesen Handel als Erwerbsquelle ,

zumindest aber als Nebenerwerb , genutzt . Das wird auch aus dem Scherznamen’’Bickbeerburen’’

deutlich . Die jüngere Entwicklung des Gebiets um Affinghausen soll in Kürze dargestellt werden.

Nach dem Aussterben der Hoyaer ( 1582 ) fielen die Ämter Alt – und Neubruchhausen an Braunschweig – Lüneburg , das um 1700 in Hannover aufging . Durch einen Befehl von König Georg den 3’ten wurden

Alt – und Neubruchhausen 1747 miteinander vereinigt und bildeten zusammen das Amt Bruchhausen .

Die preußische Gebietsreform von 1885 schuf neue Voraussetzungen . Aus Teilen der Ämter

Bruchhausen ,Ehrenburg , Freudenberg , Siedenburg und Uchte entstand der Kreis Sulingen , der 1932 im Landkreis Grafschaft Diepholz aufging . In der jüngsten Verwaltungsreform entstand dann 1977 in

Seinem Rahmen die Samtgemeinde Schwaförden . 

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